Teil V: Der Ernstfall-Ordner für zu Hause
Die Eltern-Checkliste
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Im Vorfeld geklärt (einmal, in ruhigen Zeiten):
- Ich weiß, wen ich im Ernstfall zuerst anrufe (örtliche Polizei, Beratungsstelle, Schulsozialarbeit). Die Nummern stehen auf Karte 1.
- Ich kenne die Löschwege Take It Down (unter 18) und StopNCII (ab 18), bevor ich sie brauche.
- Es gibt bei uns eine Familien-Medienvereinbarung (Karte 7), und die Erwachsenen halten sich selbst daran.
- Mein Kind kennt den Satz „Du kannst immer zu mir kommen, ich raste nicht aus“, weil ich ihn gesagt habe, bevor etwas passiert ist.
- Ich habe einen kurzen Draht zu anderen Eltern und zur Schule.
Im Ernstfall, in dieser Reihenfolge:
- Mich fangen, mein Kind schützen. Wirkt es verzweifelt, hoffnungslos oder spricht es davon, nicht mehr zu können, hat das Krisenkapitel (oben) Vorrang vor allen folgenden Schritten.
- Zone bestimmen (1, 2 oder 3). Zone 3 heißt: Polizei, und ich entscheide das.
- Bei sexualisierten Darstellungen Minderjähriger: Das Material wird von niemandem angesehen, gespeichert oder weitergeleitet, auch nicht von mir.
- Verbreitung stoppen: nichts weiterleiten, nichts heimlich löschen, die Person blockieren lassen, aber Verläufe erhalten.
- Kontext-Notiz schreiben (siehe unten), solange die Erinnerung frisch ist.
- Schule informieren, wenn es dort Kreise zieht, und die Rollenlogik kennen: Zu Hause entscheide ich über die Anzeige, in der Schule entscheidet die Schulleitung über den schulischen Teil. Wir sprechen uns ab.
- Löschwege anstoßen: Take It Down oder StopNCII, gemeinsam mit meinem Kind, ohne das Bild hochzuladen.
- Nachsorge: mein Kind im Blick behalten, mir selbst Unterstützung holen (Teil VI).