Teil V: Der Ernstfall-Ordner für zu Hause

Die Eltern-Checkliste

Teil V: Der Ernstfall-Ordner für zu Hause

Die Eltern-Checkliste

Kapitel 33 von 42 · 1 Min. Lesezeit · 0% des Buches gelesen

Im Vorfeld geklärt (einmal, in ruhigen Zeiten):

  • Ich weiß, wen ich im Ernstfall zuerst anrufe (örtliche Polizei, Beratungsstelle, Schulsozialarbeit). Die Nummern stehen auf Karte 1.
  • Ich kenne die Löschwege Take It Down (unter 18) und StopNCII (ab 18), bevor ich sie brauche.
  • Es gibt bei uns eine Familien-Medienvereinbarung (Karte 7), und die Erwachsenen halten sich selbst daran.
  • Mein Kind kennt den Satz „Du kannst immer zu mir kommen, ich raste nicht aus“, weil ich ihn gesagt habe, bevor etwas passiert ist.
  • Ich habe einen kurzen Draht zu anderen Eltern und zur Schule.

Im Ernstfall, in dieser Reihenfolge:

  1. Mich fangen, mein Kind schützen. Wirkt es verzweifelt, hoffnungslos oder spricht es davon, nicht mehr zu können, hat das Krisenkapitel (oben) Vorrang vor allen folgenden Schritten.
  2. Zone bestimmen (1, 2 oder 3). Zone 3 heißt: Polizei, und ich entscheide das.
  3. Bei sexualisierten Darstellungen Minderjähriger: Das Material wird von niemandem angesehen, gespeichert oder weitergeleitet, auch nicht von mir.
  4. Verbreitung stoppen: nichts weiterleiten, nichts heimlich löschen, die Person blockieren lassen, aber Verläufe erhalten.
  5. Kontext-Notiz schreiben (siehe unten), solange die Erinnerung frisch ist.
  6. Schule informieren, wenn es dort Kreise zieht, und die Rollenlogik kennen: Zu Hause entscheide ich über die Anzeige, in der Schule entscheidet die Schulleitung über den schulischen Teil. Wir sprechen uns ab.
  7. Löschwege anstoßen: Take It Down oder StopNCII, gemeinsam mit meinem Kind, ohne das Bild hochzuladen.
  8. Nachsorge: mein Kind im Blick behalten, mir selbst Unterstützung holen (Teil VI).

Tastatur: ← → blättern · T Inhalt · F Suche · N Notizen · Esc schließen